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Indigo Alteritat - Das Denken der Unverfugbarkeit in Philosophie und Literatur | Erin Mills Town Centre
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Unter dem Einfluss des cultural turn in den Geisteswissenschaften, durch den Fächer wie Ethnologie und Kulturanthropologie zu Leitdisziplinen geworden sind, hat das Interesse am Anderen bzw. Fremden immer weiter zugenommen. Andersheit wurde in der Literaturwissenschaft bisher meist als Produkt kultureller Differenz verstanden, sodass grundlegende Dimensionen von Alterität als existentiell-anthropologisches Problem ausgeblendet wurden. Basierend auf der Philosophie von Martin Buber und Emmanuel Levinas, die den Anderen und seine Nicht-Konstituierbarkeit in den Mittelpunkt ihres Denkens stellen, will diese Arbeit einen vertieften Begriff von Alterität einführen, der Fremdheit bereits an der Grenze des eigenen Ich beginnen lässt. Durch exemplarische Analysen von literarischen Werken & der Erzählung Alles und des Romans Malina von Ingeborg Bachmann, sowie den Romanen Finis Terrae von Raoul Schrott und Alle Tage von Terézia Mora & wird herausgearbeitet, inwiefern der Problemkomplex Andersheit als Unverfügbarkeit literarisch aufgegriffen, fortgeschrieben und weiterentwickelt wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach der asymmetrischen Struktur des Erkennens und der ihr inhärenten Herrschaftsproblematik, der Konflikt von überindividueller Ordnung und Singularität, die Untersuchung von Beziehungskonstellationen zwischen Autonomie und Heteronomie und die Frage nach einer Neukonzeption des Subjekts im Zeichen des Anderen.
Unter dem Einfluss des cultural turn in den Geisteswissenschaften, durch den Fächer wie Ethnologie und Kulturanthropologie zu Leitdisziplinen geworden sind, hat das Interesse am Anderen bzw. Fremden immer weiter zugenommen. Andersheit wurde in der Literaturwissenschaft bisher meist als Produkt kultureller Differenz verstanden, sodass grundlegende Dimensionen von Alterität als existentiell-anthropologisches Problem ausgeblendet wurden. Basierend auf der Philosophie von Martin Buber und Emmanuel Levinas, die den Anderen und seine Nicht-Konstituierbarkeit in den Mittelpunkt ihres Denkens stellen, will diese Arbeit einen vertieften Begriff von Alterität einführen, der Fremdheit bereits an der Grenze des eigenen Ich beginnen lässt. Durch exemplarische Analysen von literarischen Werken & der Erzählung Alles und des Romans Malina von Ingeborg Bachmann, sowie den Romanen Finis Terrae von Raoul Schrott und Alle Tage von Terézia Mora & wird herausgearbeitet, inwiefern der Problemkomplex Andersheit als Unverfügbarkeit literarisch aufgegriffen, fortgeschrieben und weiterentwickelt wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach der asymmetrischen Struktur des Erkennens und der ihr inhärenten Herrschaftsproblematik, der Konflikt von überindividueller Ordnung und Singularität, die Untersuchung von Beziehungskonstellationen zwischen Autonomie und Heteronomie und die Frage nach einer Neukonzeption des Subjekts im Zeichen des Anderen.
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