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Indigo Die Kette: Eines der großen vergessenen Werke der europäischen Zwischenkriegsliteratur | Erin Mills Town Centre
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Ein Mann steht auf einer Treppe. Und plötzlich reißt die Gegenwart auf. Was ihn überwältigt, ist keine Erinnerung und kein Traum – es ist die Menschheit selbst, die durch ihn hindurchbricht: Jahrtausende von Leid, Unterdrückung, Krieg, Gehorsam und Aufbegehren, von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart des 20. Jahrhunderts. Immer dieselben Ketten. Immer dieselben Opfer. Immer dieselben Henker in wechselnden Gewändern. Henri Barbusse, dessen Antikriegsroman "Das Feuer" (1916) die Welt erschüttert und ihm den Prix Goncourt eingetragen hatte, schrieb mit "Die Kette" sein visionärstes und kühnstes Werk: eine panoramische Schau der Menschheitsgeschichte als Geschichte der Unterdrückung – und der unzerstörbaren Gegenbewegung derer, die sich ihr verweigern. Der Roman vereint Barbusses Fronterfahrung, seinen wachsenden politischen Radikalismus und seine literarische Bildkraft in einer Form, die alle Gattungsgrenzen sprengt: Hier trifft der expressionistische Visionärsroman auf das politische Pamphlet, die Geschichtsphilosophie auf die Poesie. "Die Kette" erschien 1925 in Paris in zwei Bänden und wurde noch im Jahr darauf in Anna Nussbaums deutscher Übertragung im Neuen Deutschen Verlag Berlin veröffentlicht – in jenem progressiven Verlag, der auch Tucholsky, Mehring und Kisch publizierte. Es ist eines der großen vergessenen Werke der europäischen Zwischenkriegsliteratur.
Ein Mann steht auf einer Treppe. Und plötzlich reißt die Gegenwart auf. Was ihn überwältigt, ist keine Erinnerung und kein Traum – es ist die Menschheit selbst, die durch ihn hindurchbricht: Jahrtausende von Leid, Unterdrückung, Krieg, Gehorsam und Aufbegehren, von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart des 20. Jahrhunderts. Immer dieselben Ketten. Immer dieselben Opfer. Immer dieselben Henker in wechselnden Gewändern. Henri Barbusse, dessen Antikriegsroman "Das Feuer" (1916) die Welt erschüttert und ihm den Prix Goncourt eingetragen hatte, schrieb mit "Die Kette" sein visionärstes und kühnstes Werk: eine panoramische Schau der Menschheitsgeschichte als Geschichte der Unterdrückung – und der unzerstörbaren Gegenbewegung derer, die sich ihr verweigern. Der Roman vereint Barbusses Fronterfahrung, seinen wachsenden politischen Radikalismus und seine literarische Bildkraft in einer Form, die alle Gattungsgrenzen sprengt: Hier trifft der expressionistische Visionärsroman auf das politische Pamphlet, die Geschichtsphilosophie auf die Poesie. "Die Kette" erschien 1925 in Paris in zwei Bänden und wurde noch im Jahr darauf in Anna Nussbaums deutscher Übertragung im Neuen Deutschen Verlag Berlin veröffentlicht – in jenem progressiven Verlag, der auch Tucholsky, Mehring und Kisch publizierte. Es ist eines der großen vergessenen Werke der europäischen Zwischenkriegsliteratur.
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