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4099994078948: Gesellschaftsroman über Mutterschaft und Säuglingsfürsorge in Berliner Mietskasernen – Sozialkritik der wilhelminischen Ära

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Clara Viebigs Die mit den tausend Kindern entfaltet mit naturalistischer Genauigkeit und psychologischer Empathie das Panorama einer Frau, die als Hebamme und Fürsorgerin – die mit den tausend Kindern – an den Nahtstellen von Geburt, Armut, Moral und Moderne arbeitet. Fallgeschichten aus unterschiedlichen Milieus greifen ineinander und verdichten sich zu einer sozialen Topografie, in der Mutterschaft, Behördenpraxis und kirchlich-bürgerliche Normen aufeinanderprallen. Stilistisch verbindet Viebig detailreiche Milieustudien, erlebte Rede und reportagehafte Passagen; literarisch steht der Roman im Kontext des deutschsprachigen Naturalismus und der Heimatschriftstellerei, zugleich reagiert er auf zeitgenössische Debatten um Bevölkerungspolitik, Mutterschutz und Säuglingssterblichkeit. Viebig (1860–1952), geprägt von ihrer rheinisch-eifeler Herkunft und langjährigem Leben in der Großstadt, gilt als präzise Chronistin weiblicher Lebenswelten. Unter dem Eindruck naturalistischer Erzählverfahren und sozialhygienischer Diskurse recherchierte sie akribisch und beobachtete Institutionen und Alltagspraktiken mit scharfem Blick. Ihr Werk zielt häufig auf die Schnittstelle von individueller Biografie und gesellschaftlicher Determination; in diesem Roman bündelt sie Erfahrung, Recherche und ethische Fragestellung zu einer stimmigen, sachkundigen Erzählung. Empfohlen sei dieses Buch allen, die literarisch anspruchsvolle Sozialanalyse suchen: Leserinnen und Leser von Medizingeschichte, Genderstudien und realistischer Prosa finden hier eine dichte, aufklärerische Lektüre. Die mit den tausend Kindern überzeugt als zeitdiagnostischer Roman, der die unsichtbare Arbeit der Fürsorge sichtbar macht und bis heute Fragen nach Verantwortung, Würde und öffentlicher Solidarität stellt.
Clara Viebigs Die mit den tausend Kindern entfaltet mit naturalistischer Genauigkeit und psychologischer Empathie das Panorama einer Frau, die als Hebamme und Fürsorgerin – die mit den tausend Kindern – an den Nahtstellen von Geburt, Armut, Moral und Moderne arbeitet. Fallgeschichten aus unterschiedlichen Milieus greifen ineinander und verdichten sich zu einer sozialen Topografie, in der Mutterschaft, Behördenpraxis und kirchlich-bürgerliche Normen aufeinanderprallen. Stilistisch verbindet Viebig detailreiche Milieustudien, erlebte Rede und reportagehafte Passagen; literarisch steht der Roman im Kontext des deutschsprachigen Naturalismus und der Heimatschriftstellerei, zugleich reagiert er auf zeitgenössische Debatten um Bevölkerungspolitik, Mutterschutz und Säuglingssterblichkeit. Viebig (1860–1952), geprägt von ihrer rheinisch-eifeler Herkunft und langjährigem Leben in der Großstadt, gilt als präzise Chronistin weiblicher Lebenswelten. Unter dem Eindruck naturalistischer Erzählverfahren und sozialhygienischer Diskurse recherchierte sie akribisch und beobachtete Institutionen und Alltagspraktiken mit scharfem Blick. Ihr Werk zielt häufig auf die Schnittstelle von individueller Biografie und gesellschaftlicher Determination; in diesem Roman bündelt sie Erfahrung, Recherche und ethische Fragestellung zu einer stimmigen, sachkundigen Erzählung. Empfohlen sei dieses Buch allen, die literarisch anspruchsvolle Sozialanalyse suchen: Leserinnen und Leser von Medizingeschichte, Genderstudien und realistischer Prosa finden hier eine dichte, aufklärerische Lektüre. Die mit den tausend Kindern überzeugt als zeitdiagnostischer Roman, der die unsichtbare Arbeit der Fürsorge sichtbar macht und bis heute Fragen nach Verantwortung, Würde und öffentlicher Solidarität stellt.

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