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Ehebruch, Gewalt und Selbstjustiz in der Novellistik des Mittelalters. Figuren als richtende Instanzen

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By None

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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,8, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit werden die folgenden drei Kurzerzählungen betrachtet werden: Die Rache des Ehemanns von Heinrich Kaufringer und Der kluge Knecht und Das heiße Eisen des Strickers. Obwohl die Texte zum Teil ähnliche strukturelle Schnittstellen aufweisen, wie selbstverständlich den Ehebruch und die Racheakte, sind die Inszenierungen dieser durchaus eigen und herausragend zugleich. Näher untersucht wird dabei, wie die einzelnen Texte die Erkenntnis des Ehebruchs konzipieren und durch welche konkreten gewalttätigen Verfahren es zur Verurteilung der Schuldigen kommt. Außerdem wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Figuren hierbei als richtende Instanzen gelten, die unabhängig von Justiz und der göttlichen Gewalt ihre eigene Vergeltung ausüben. Entfernte Körperteile, brutale Prügel und die Verstümmelung einer Hand - all diesen Motiven ist gemeinsam, dass sie Zeugnisse von Gewaltakten sind. Dass solch kaltblütige Vorgehensweisen zudem innerhalb des ehelichen Kontextes vorkommen, ist für den neuzeitlichen Menschen kaum nachvollziehbar - und dennoch fasziniert das Groteske in den mittelhochdeutschen Mären ebenso wie die jeweils außergewöhnliche Erzähllogik in denselben. Als Grundkonzept ist in den Mären des (Spät-)Mittelalters eine Ordnung der Welt vorausgesetzt, die durch eine gewisse Handlung gefährdet wird. Ein breiter Korpus an Texten umfasst die Thematik des Ehebruchs und der daraus resultierenden Gewalt. Mit einer simplen Trennung oder Scheidung geben sich die männlichen Protagonisten nie zufrieden, sie machen es sich zur Aufgabe, den Ehebruch zu rächen - und zwar mit rechtlich fragwürdigen Mitteln.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,8, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit werden die folgenden drei Kurzerzählungen betrachtet werden: Die Rache des Ehemanns von Heinrich Kaufringer und Der kluge Knecht und Das heiße Eisen des Strickers. Obwohl die Texte zum Teil ähnliche strukturelle Schnittstellen aufweisen, wie selbstverständlich den Ehebruch und die Racheakte, sind die Inszenierungen dieser durchaus eigen und herausragend zugleich. Näher untersucht wird dabei, wie die einzelnen Texte die Erkenntnis des Ehebruchs konzipieren und durch welche konkreten gewalttätigen Verfahren es zur Verurteilung der Schuldigen kommt. Außerdem wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Figuren hierbei als richtende Instanzen gelten, die unabhängig von Justiz und der göttlichen Gewalt ihre eigene Vergeltung ausüben. Entfernte Körperteile, brutale Prügel und die Verstümmelung einer Hand - all diesen Motiven ist gemeinsam, dass sie Zeugnisse von Gewaltakten sind. Dass solch kaltblütige Vorgehensweisen zudem innerhalb des ehelichen Kontextes vorkommen, ist für den neuzeitlichen Menschen kaum nachvollziehbar - und dennoch fasziniert das Groteske in den mittelhochdeutschen Mären ebenso wie die jeweils außergewöhnliche Erzähllogik in denselben. Als Grundkonzept ist in den Mären des (Spät-)Mittelalters eine Ordnung der Welt vorausgesetzt, die durch eine gewisse Handlung gefährdet wird. Ein breiter Korpus an Texten umfasst die Thematik des Ehebruchs und der daraus resultierenden Gewalt. Mit einer simplen Trennung oder Scheidung geben sich die männlichen Protagonisten nie zufrieden, sie machen es sich zur Aufgabe, den Ehebruch zu rächen - und zwar mit rechtlich fragwürdigen Mitteln.

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