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Pflegekind Barbi: Sophienlust 549 – Familienroman

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Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Vergnügt kletterten die Kinder von Sophienlust aus dem roten Schulbus. Sie kamen vom Sonntagsgottesdienst, den sie in Begleitung des Musik- und Zeichenlehrers Wolfgang Rennert und dessen Frau Carola in der Kirche von Wildmoos besucht hatten. Die Heimleiterin, Frau Rennert, flankiert von dem Bernhardiner Barri und der schwarzen Dogge Anglos, erwartete die Kirchgänger auf der Freitreppe. Carolas erste Sorge galt – wie meist, wenn sie etwas länger fort gewesen waren – ihren Zwillingen. Auf ihre besorgte Frage antwortete ihre Schwiegermutter: »Alexandra und Andreas haben fast die ganze Zeit geschlafen.« »Gott sei Dank!«, rief die junge Frau. »Dann hast du nicht viel Arbeit mit den beiden gehabt?« »Aber nein, mein Kind.« Die Heimleiterin lächelte ihre bildhübsche Schwiegertochter an. »Außerdem macht es mir große Freude, sie zu versorgen.« »Jedenfalls danke ich dir sehr, dass du auf sie aufgepasst hast, Mutter.« Carola gab der älteren Dame einen Kuss auf die Wange, betrat das weitläufige Haus und eilte zu ihrer kleinen gemütlichen Wohnung, die sich in einem Anbau des Herrenhauses befand. Nachdem sie sich davon überzeugt hatte, dass ihre Lieblinge tatsächlich friedlich schliefen, atmete sie befreit auf. Vielleicht komme ich heute endlich wieder einmal dazu, mich mit meiner Malerei zu beschäftigen, dachte sie und betrat das kleine Atelier. Seitdem sie zwei Kinder hatte, kam das Malen etwas zu kurz. Aber ihre Kinder bedeuteten ihr eben noch mehr als die Kunst. Nachdenklich betrachtete Carola das angefangene Bild auf der Staffelei. Eigentlich hatte sie vorgehabt, dieses Landschaftsbild auszustellen. Aber wenn sie weiterhin so wenig daran arbeitete, würde es wohl niemals fertig werden.
Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Vergnügt kletterten die Kinder von Sophienlust aus dem roten Schulbus. Sie kamen vom Sonntagsgottesdienst, den sie in Begleitung des Musik- und Zeichenlehrers Wolfgang Rennert und dessen Frau Carola in der Kirche von Wildmoos besucht hatten. Die Heimleiterin, Frau Rennert, flankiert von dem Bernhardiner Barri und der schwarzen Dogge Anglos, erwartete die Kirchgänger auf der Freitreppe. Carolas erste Sorge galt – wie meist, wenn sie etwas länger fort gewesen waren – ihren Zwillingen. Auf ihre besorgte Frage antwortete ihre Schwiegermutter: »Alexandra und Andreas haben fast die ganze Zeit geschlafen.« »Gott sei Dank!«, rief die junge Frau. »Dann hast du nicht viel Arbeit mit den beiden gehabt?« »Aber nein, mein Kind.« Die Heimleiterin lächelte ihre bildhübsche Schwiegertochter an. »Außerdem macht es mir große Freude, sie zu versorgen.« »Jedenfalls danke ich dir sehr, dass du auf sie aufgepasst hast, Mutter.« Carola gab der älteren Dame einen Kuss auf die Wange, betrat das weitläufige Haus und eilte zu ihrer kleinen gemütlichen Wohnung, die sich in einem Anbau des Herrenhauses befand. Nachdem sie sich davon überzeugt hatte, dass ihre Lieblinge tatsächlich friedlich schliefen, atmete sie befreit auf. Vielleicht komme ich heute endlich wieder einmal dazu, mich mit meiner Malerei zu beschäftigen, dachte sie und betrat das kleine Atelier. Seitdem sie zwei Kinder hatte, kam das Malen etwas zu kurz. Aber ihre Kinder bedeuteten ihr eben noch mehr als die Kunst. Nachdenklich betrachtete Carola das angefangene Bild auf der Staffelei. Eigentlich hatte sie vorgehabt, dieses Landschaftsbild auszustellen. Aber wenn sie weiterhin so wenig daran arbeitete, würde es wohl niemals fertig werden.

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